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Pathologie Kaufbeuren
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Historie

Pathologie Kaufbeuren

Die Praxisgründer Prof. Dr. Reinhard Bassermann und Dr. med. Dieter Neuser, die ihre ärztliche Ausbildung und Facharztausbildung zu Pathologen an der Ludwigs-Maximilians-Universität München, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und an der Humboldt-Universität Berlin durchliefen, entschlossen sich 1985, gemeinsam eine Praxis für Pathologie im Ostallgäu zu etablieren. Vorausgegangen waren Gespräche mit Politikern wie dem damaligen Landrat, Herrn Adolf Müller, und zahlreichen niedergelassenen bzw. in Krankenhäusern tätigen Ärzten, die im Flächenlandkreis Ostallgäu ein Defizit in der zeitgemäßen medizinischen Versorgung durch Pathologen ergaben. So war z.B. eine Schnellschnittdiagnostik an den Krankenhäusern nicht ausreichend gewährleistet. Die Entscheidung zur Praxisgründung fiel auf Kaufbeuren mit dem Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe, wobei die Praxisräume in etwa 250 Meter Entfernung zum Städtischen Krankenhaus, damals in der Heinzelmannstraße, in einem denkmalgeschützten Gebäude der Ganghofer Str. 12, einer ursprünglichen Metzgerei, gefunden wurden.
Nach Um- und Ausbau entsprechend dem damaligen technischen Standard begann die Gemeinschaftspraxis ihre Arbeit am 01.10.1985 mit 2 Pathologen, einer Sekretärin und 2 Medizinisch-Technischen-Laborassistentinnen (MTLAs).

Bereits im ersten Jahr lag die Untersuchungsmenge insgesamt bei 14.300 Untersuchungen, auf Histologie und Zytologie verteilt, wobei bereits zu diesem Zeitpunkt die histologisch-zytologische Diagnostik in ihrer gesamten Bandbreite abgedeckt wurde. Durch die hohe Qualität der Arbeit der Praxis wurden im Laufe der ersten 10 Jahre neben dem Kaufbeurer und einem Hammelburger Krankenhaus die Ostallgäuer Kliniken in Obergünzburg, Buchloe, Marktoberdorf und Füssen sowie das Krankenhaus von Landsberg am Lech zu Einsendern. Das Krankenhaus Schwabmünchen kam in der zweiten Hälfte der 90er Jahre dazu.

Niedergelassene Kollegen, Fachärzte und Hausärzte des Landkreises und über den Landkreis hinaus bis nach München, Hamburg und in das Ruhrgebiet sorgten neben den Krankenhäusern für einen stetigen Zuwachs des Arbeitsvolumens und der Einsendungen. Die Einstellung weiterer MTLAs, Arzthelferinnen und Sekretärinnen sowie eine apparative Aufstockung waren daher erforderlich. Die Immunhistochemie wurde etabliert.

1996 und 1997 wurden Zytologie-Assistentinnen zur Bewältigung der angewachsenen Untersuchungsmenge in der Zytologie mit 25 000 Untersuchungen eingestellt.

1998 erreichte die personelle und räumliche Kapazität ihre Grenze, so dass Frau Dr. med. M. Lessel als Fachärztin für Pathologie und Innere Medizin in die Praxis eintrat. Ein zunehmendes Arbeitsvolumen und eine Ausweitung des Methodenspektrums, insbesondere der Immunhistochemie, führten zu einer erheblichen räumlichen Not, die sich in einer Fluktuation der Mitarbeiter, insbesondere der MTLAs deutlich abzeichnete und die Anmietung weiterer Praxisräume erforderlich machte.

Des Weiteren war eine Komplettierung und Anpassung des sicherheitstechnischen Standards problematisch, so dass ein Arbeitssicherheitsinspektor, Herr Aßmann, neben dem bereits die Praxis betreuenden Betriebsarzt, Herrn Dr. Höhne, hinzugezogen wurde. Nachdem die größten Probleme provisorisch gelöst werden konnten, wurde nach Ausbaumöglichkeiten bzw. neuen Praxisräumen gesucht, um zu einer längerfristigen stabilen, dem sicherheitstechnischen Standard entsprechenden Lösung zu gelangen.

Die Einarbeitung engagierter Mitarbeiter im Labor, Sekretariat und Verwaltungsbereich wirkte sich auch noch in den beengten Praxisräumen mit Beginn eines Qualitätsmanagements positiv aus, und so war ein Ausbau der Immunhistochemie und der Histologie durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen der MTLAs und der Geschäftspartner möglich.

Qualitätskontrollen wurden begonnen, sicherheitstechnische Standards wurden angestrebt, wobei diese Ideen in das Projekt einer neuen Praxis einflossen. In diesem Rahmen wurde auch deutlich, dass der Praxisstandort am Rande der Altstadt Kaufbeurens bei guter Zugänglichkeit für einen Fahrdienst aufgrund der entstehenden Einhäusigkeit des Klinikums Kaufbeuren Ostallgäu die Versorgung des Klinikums komplizierte. Trotz zahlreicher Bemühungen war es erst 2004 möglich, entsprechende neue Praxisräume in unmittelbarer Nähe des Klinikums Kaufbeuren zu finden und die Zielvorstellungen für die Praxis in diesen Räumen zu verwirklichen.

Nach Beginn der Baumaßnahmen im September 2004 konnten die neuen Praxisräume am Klinikum Kaufbeuren in der Dr.-Gutermann-Str. 6 Ende April 2005 bezogen werden. Durch die räumliche Nähe zum Klinikum unter Anwendung einer Rohrpost, einer Einbindung in das Brustzentrum Allgäu und eine moderne, den sicherheitstechnischen und hygienischen Standards entsprechende moderne Praxis, ergab sich eine erhebliche Qualitätssteigerung, die sich in einer Verkürzung des Zeitaufwandes für Schnellschnitte und ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem im Rahmen der Mitarbeit als Kooperationspartner im Brustzentrum Allgäu ergab. Trotz Wechsel der Praxisräume war eine weiterhin gute logistische Anbindung der umliegenden Krankenhäuser und der einsenden Ärzte bei Etablierung eines Fahrdienstes, der als eigenständiges Unternehmen vertraglich eingebunden wurde, realisiert. Eine Flexibilität dieses Transportdienstes ermöglichte eine verbesserte Kundenzufriedenheit. Durch die neuen Praxisräume mit moderner Ausstattung und die Erweiterung der Angebote für die Mitarbeiter durch moderne Küche, Aufenthaltsraum, Umkleideraum sowie Kaffee- und Getränkeautomaten mit kostenloser Bereitstellung heißer und kalter Getränke verbesserte sich das Arbeitsklima dahingehend, dass die Fluktuation stagnierte und nur noch persönliche Gründe der Mitarbeiter zu deren Ausscheiden führten. Die Einarbeitung engagierter junger Mitarbeiterinnen im Labor- bereich ermöglichte die Einführung eines sog. Schichtsystems, zu einer Effizienzsteigerung der Laborkapazitäten und der Diagnostik führte.
Im Jahr 2002 erfolgte ein Wechsel der Geschäftspartner, wobei Herr Dr. Neuser aus Altersgründen die Praxis verließ und Herr Dr. Hubert Wagner Funktionsoberarzt für Pathologie der LMU München, seine Arbeit in unserer Gemeinschaftspraxis aufnahm.

Nach Stabilisierung der Arbeitsabläufe in den neuen Praxisräumen wurde das Qualitätsmanagement im Laufe des Jahres 2005 zügig etabliert, so dass im April 2006 die Zertifizierung des Qualitätsmanagements nach DIN ISO 9001:2000 erfolgte.

Zum 30.12.2008 verließ Herr Dr. H. Wagner die Gemeinschaftspraxis, und Herr PD Dr. med. Andreas Gaumann, Oberarzt des Instituts für Pathologie der Universität Regensburg und Spezialist für Weichgewebs-, Dermato-, Neuro-, und Gastrointestinale Pathologie (einschließlich Hepatopathologie) trat in die Gemeinschaftspraxis für Pathologie am 01.04.2009 ein.

Der Name der Praxis wurde zum 01.04.2009 auf Institut für Pathologie abgeändert.

Nach 24-jähriger selbständiger Tätigkeit verabschiedete sich Herr Prof. Dr. med. Bassermann zum 01.04.2009 in den wohlverdienten Ruhestand, er steht jedoch seither der Praxis als freiberuflicher Mitarbeiter zur Verfügung und unterstützt die Praxis in allen fachlichen und organisatorischen Belangen.

Im März 2010 nahm die Teilgemeinschaftspraxis „Molekularpathologie Südbayern“ ihren Betrieb in den Räumlichkeiten der TU München, Institut für Pathologie (Prof. Dr. H. Höfler) auf. Die Teilgemeinschaftspraxis besteht aus einem Zusammenschluss von 22 Pathologen aus 7 Praxen des südbayerischen Raumes. Diese Pathologen haben sich zusammengeschlossen, um die molekularpathologische Diagnostik ihren Patienten schnell und zuverlässig anzubieten. Der Schwerpunkt liegt hier auf der molekularen Diagnostik von Tumorerkrankungen sowie von Infektionen.

Mit der Aufnahme von Herrn Dr. med. Stephan Schwarz-Furlan zum 01.01.2011 gewinnt das Institut für Pathologie Kaufbeuren einen ausgewiesenen Spezialisten für Hämato-, Uro- und Kopf-Hals-Pathologie (einschließlich Oralpathologie). Er ist zusammen mit Frau PD Dr. med. Irith Baumann Referenzpathologe der EWOG-MDS/SAA Studie für kindliche myelodysplastische Syndrome und Erkrankungen mit primärem Knochenmarksversagen und international auf diesem Felde reputiert.

Zum 01.03.2011 wurde durch das Institut eine Zweigpraxis am Standort Ravensburg am St. Elisabeth Krankenhaus (Oberschwabenklinik GmbH) gegründet. Das Institut ist im dortigen Ärztehaus in unmittelbarer Nachbarschaft des Elisabeth Krankenhauses angesiedelt. Es hat zu Ziel die morphologische Diagnostik inklusive der Spezialdiagnostik für die Patienten des südschwäbischen Raumes, in erster Linie jedoch für das OSK GmbH anzubieten. Die Pathologie integriert sich dort in den Onkologischen Schwerpunkt mit einem Brustzentrum, Gastrointestinalzentrum sowie dem Prostatazentrum. 

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